Zur Saison 2013/2014 ändert Borussia Dortmund die Preisgestaltung bei Bundesliga-Heimspielen. Auf anhaltende Initiative der Dortmunder “Kein Zwanni”-Vertreter hin, wird der BVB ab der nächsten Saison die Zahl der Topspiele drastisch reduzieren. Gästefans werden gänzlich von Zuschlägen ausgenommen. „Ein Zeichen an andere Bundesligavereine“, erhoffte sich Hans-Joachim Watzke bei der Bekanntgabe der neuen Preisgestaltung für Bundesliga-Heimspiele bei Borussia Dortmund ab der Saison 2013/2014. Dabei wird die Zahl der Topspiele von momentan sechs auf zwei Spiele (Bayern München und Schalke 04) reduziert. Das Erfreulichste aus Sicht aller anreisenden Fans aus München und Gelsenkirchen: sie werden ebenfalls von den Zuschlägen befreit. Somit zahlen Gästefans in Dortmund ab der kommenden Saison einen einheitlichen Preis, unabhängig von Topspiel-Zuschlägen für Heimfans.

Auch die Anhänger von Borussia Dortmund profitieren vom neuen Ticket-Modell: Bei Heimspielen gegen Eintracht Frankfurt, Hamburger SV, Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach fällt der bislang erhobene Preis-Zuschlag von 20 Prozent zukünftig weg. Eintrittskarten bei diesen Spielen werden um bis zu 16 Euro günstiger.

Die Fan-Initiative “Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein” ist hocherfreut über diese Entscheidung, mit der die Borussia Dortmund KGaA auf Ticketeinnahmen in beachtlicher Höhe verzichtet, um dafür eine faire Preisgestaltung, insbesondere für die anreisenden Fans der Gastmannschaft, zu gewährleisten.

Mittlerweile haben mit Eintracht Frankfurt, Hertha BSC, dem VfL Wolfsburg und Hamburger SV weitere Bundesligisten die Preise für den Stehplatz-Gästebereich vereinheitlicht. Diese Erfolge sind das Ergebnis der seit nun mehr drei Jahren anhaltenden Arbeit von “Kein Zwanni” und lokaler Fanvertreter vor Ort.

Leider gibt es auch zur neuen Saison bereits einen Verein, der entgegen dieser positiven Entwicklung handelt: Mainz 05, in der vergangenen Saison noch einer von nur zwei Vereinen ohne Zuschläge, wird in der nächsten Saison Eintrittspreise staffeln. Das bedeutet: Gegen Bayern München und Borussia Dortmund werden Stehplätze um drei, Sitzplätze um zehn Euro teurer, gegen Eintracht Frankfurt, Schalke 04 und beim letzten Saison-Heimspiel werden die Preise um 1,50 bzw. fünf Euro erhöht. Diese Zuschläge gelten laut bisherigen Entscheidungen auch für Gästefans.

Die BVB | Fan- und Förderabteilung hat in Rücksprache mit den „Supporters Mainz“ (ihrem Mainzer Pendant) einen Brief an den Vorstand von Mainz 05 verfasst und die Aussetzung der Zuschläge für Gästefans gefordert. Der 1. FSV Mainz 05 galt bislang als Vorbild im Bereich der Preisgestaltung, so kostete ein Stehplatz im Gastbereich zuletzt einheitlich 13,50 Euro für alle anreisenden Fans der Gastmannschaft.

“Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein” ruft den 1. FSV Mainz und alle Bundesligavereine dazu auf, sich dem in Dortmund, Berlin, Frankfurt, Hamburg und Wolfsburg nun verwirklichten Preismodell anzuschließen und Zuschläge für Gästefans, die teilweise hunderte Kilometer zur Unterstützung ihres Vereins zurücklegen, abzuschaffen. Für diese Fans stellt das jeweilige Spiel in der Regel ein ganz normales Bundesligaspiel dar, es geht ihnen in erster Linie um die Unterstützung ihres Vereins – und zwar unabhängig vom Gegner.

Fan-Initiative “Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein”