Äusserlich scheint es ruhig um die Kampagne „Kein Zwanni“ geworden zu sein, doch der Schein trügt – wie so häufig. Die vermeintliche Ruhe spiegelt nur wieder, dass wir als Kampagne von je her punktuelle Nadelstiche setzen, statt dauernd 101% zu powern. Mit dieser Vorgehensweise möchten wir die Aufmerksamkeit zu erzeugen, welche „Kein Zwanni“ in der Vergangenheit große Erfolge einfahren ließ. Fußball soll allen Beteiligten Spaß machen und im Moment folgen unseren Aktionen auf Seiten der Vereine viele positive Reaktionen.

So ist zum Beispiel Bayer 04 Leverkusen von der Politik abgerückt bei Spielen der Top-Kategorie von Gästefans Höchstpreise zu verlangen. Der VfL Wolfsburg, Hertha BSC als auch der HSV und Eintracht Frankfurt haben ein Limit für die Stehplatzpreise eingeführt. Wir hätten uns hier auch die Einbeziehung der Sitzplätze gewünscht, aber angesichts der Tatsache, dass die Boykott-Aktionen bisher überwiegend von Stehplatzbesuchern getragen wurden, fehlen uns zum Teil die Argumente. Wir hoffen aber dass sich bei weiteren Aktionen eben auch diejenigen,  welche Sitzplätze haben an den Aktionen beteiligen und gemeinsam mit uns weiter für sozialverträgliche Preise einstehen.

Hinzu kommen die Bemühungen der DFL um eine Bundesligaeigene Ticketbörse, um endlich den unsäglichen Schwarzmarktplattformen im Internet den Schneid abzukaufen. Alle von Euch die sich in den letzten Jahren für „Kein Zwanni“-Aktionen den A**** aufgerissen und sich solidarisiert haben, können also mit Fug und Recht behaupten etwas bewirkt und angestoßen zu haben.

Natürlich ist der Kampf nicht zu Ende und bei allen Erfolgsmeldungen müssen wir auch negative Beispiele vermelden. Mainz 05 hat erst vor kurzem Topzuschläge eingeführt und der VfB Stuttgart dreht bei den Preisen gerade wieder sehr deutlich an der Preisschraube. Als Bündnis haben wir uns allerdings dazu entschieden in Stuttgart keine „Kein Zwanni“ Aktion hierzu ins Leben zu rufen. Wir halten die Rahmenbedingungen in Stuttgart beim Spiel des BVB gegen die Schwaben für nicht erfolgsversprechend und konzentrieren uns darauf in Zukunft wieder die ganz große Keule zu schwingen. Nach unseren Informationen haben sich jedoch einige Gruppen in Dortmund entscheiden, beim anstehenden Spiel in Stuttgart zu Hause zu bleiben und die eigenen Amateure an diesem Tag in der Roten Erde zu unterstützen.

Wir hoffen, dass sich alle Fans, die die Reise nach Stuttgart nicht antreten werden den Gruppen anschließen und in Dortmund für sozialverträgliche Eintrittspreise und gegen Topzuschläge einstehen!

Fußball muss bezahlbar sein – für alle 

amas