Hallo BVB-Fans,

wie die anwesenden Fanclubs auf der Fandelegierten-Tagung schon erfahren haben, gibt es leider mal wieder dringenden Handlungsbedarf in Bezug auf „Kein Zwanni“.

Konnten wir bei der Entwicklung der Dauerkartenpreise zuletzt den erfreulichen Trend feststellen, dass sie bei den Erstligisten zum allergrößten Teil stabil geblieben oder nur leicht gestiegen sind, bleiben Topspielzuschläge eine Dauerbaustelle.

Den Erfolg unserer Borussia in den letzten Jahren haben wir alle nicht zuletzt auch in unseren Portemonnaies zu spüren bekommen, weil viele Heimvereine mit der großen Anzahl reiselustiger BVB-Fans Kasse machen wollen. Und trotzdem machen uns die Preise, die die TSG Hoffenheim aufruft, sprachlos. Der günstigste Gästesitzplatz soll 55,00 € kosten! Dieser Preis für die Kategorie A fällt für uns und für den FC Bayern München an. Für den gleichen Platz zahlen beispielsweise Fans des FSV Mainz nur 26,00 €. Selbst unsere Nachbarn aus Gelsenkirchen, die in der Abschlusstabelle der letzten Saison leider einen Platz vor uns standen und ebenfalls einen ordentlichen Auswärtsmob auf die Straßen bringen, zahlen in Kategorie B satte 20,00 € weniger. Das ist eine Preisstruktur, die durch nichts zu rechtfertigen ist. Wir sollen deswegen also deutlich mehr zahlen, weil unsere Trikots die falsche Farbe haben.

Dazu kommen seitens des BVB noch die üblichen 10 % Vorverkaufsgebühr und je nach Bedarf Portokosten. Unter dem Strich wird jeder, der keinen Stehplatz ergattern kann, also mit mehr als 60,00 € zur Kasse gebeten. Für ein ganz normales Bundesligaspiel am sechsten Spieltag. Mal zur Einordnung: Für nur 10,00 € mehr hätte man eine Karte der günstigsten Kategorie für das letzte Champions League-Finale in Berlin erstehen können.

Auch aus dem Feedback der Fanclubs konnten wir schließen, dass ein Boykott des Spieles alternativlos ist. Kauft keine Karten für unser Spiel in Hoffenheim und zeigt den Sinsheimern, wohin sie sich Ticketpreise stecken können! Ja, wir alle wollen unsere Borussia unterstützen und ja, die Mannschaft braucht uns. Aber das wird auch in fünf oder zehn Jahren nicht anders sein. Wer dann noch unseren BVB supporten möchte, muss jetzt dafür kämpfen, dass sich derartig abartige Preise nicht als „marktüblich“ etablieren können. Wenn wir nicht kurzfristig Flagge zeigen, werden wir das langfristig nie wieder tun können.

Wir als BVB-Familie müssen zusammenhalten. Informiert Eure Freunde, Eure Fanclubs und alle sonstigen Auswärtsfahrer und helft mit, dass der Boykott ein Erfolg wird. Versucht auch diejenigen zu erreichen, die vielleicht in der Nähe wohnen und nicht Teil der Szene sind.

Natürlich wollen wir nicht einfach nur dem Spiel fern bleiben, überlegen aktuell aber noch, wo und in welcher Form wir stattdessen lautstark gegen diese Preispolitik protestieren wollen. Wir halten Euch hierzu über die bekannten Kanäle auf dem Laufenden.

Wir halten fest und treu zusammen!